Kurkuma

Kurkuma, manchmal auch Gelbwurz genannt, ist ein Gewürz, das leicht bitter schmeckt, schön gelb färbt und praktisch in jedem Curry zu finden ist. Es wird aber nicht nur wegen seines Geschmacks gepriesen – in allen möglichen Formen wird es angeboten, um die Gesundheit zu verbessern: Kurkuma soll Entzündungen, Alzheimer und Krebs lindern, beim Abnehmen helfen und gut für die Blutgefäße sein. Schon lange wird es in der traditionellen chinesischen und indischen Medizin angewendet, in den sozialen Medien erlebt es gerade einen Hype – und wird als Wundermittel gefeiert.

Herkunft

Kurkuma gehört zur Familie der Ingwergewächse und ist auch unter den Namen Gelber Ingwer, Safranwurz, Curcurmin oder Gelbwurz bekannt. Die Pflanze hat ihren Ursprung in Südasien und wächst heute in den Tropen und Subtropen. Verwendung fand das Gewürz schon vor tausenden Jahren in Indien, wo es als heilig galt. Dort findet vor allem das gelbfarbige Powergewürz als getrocknetes Pulver Verwendung, während die thailändische Küche die Kurkumawurzel verwendet, um den Speisen den typischen Geschmack zu geben. Bei uns ist Kurkuma hauptsächlich als Bestandteil von Currypulver bekannt. Es ist der orange-rote Hauptbestandteil von Currypulver. Die Heilpflanze wirkt entzündungshemmend und kann dabei helfen, Zivilisationskrankheiten vorzubeugen. Im Inneren der Wurzel stecken Farbstoffe, die eine heilende Wirkung haben und Curry-Mischungen ihre gelbe Farbe geben.

Wirkung

Die gelbe Wurzel gilt als “Gewürz des Lebens” da es gegen zahlreiche Beschwerden hilfreich eingesetzt werden kann. Der Hauptbestandteil, das Curcurmin, wirkt auf den Körper reinigend, verdauungsfördernd, entzündungshemmend und entkrampfend. Kurkuma enthält viel an Spurenelementen, Mineralstoffen und ätherischen Ölen und stellt in unserer Zeit eine ideale Nahrungsergänzung dar.

Personen mit entzündlichen Erkrankungen wie Arthritis, Rheuma oder Colitis ulcerosa sollten es in ihren Speiseplan integrieren. In vielen Fällen kann damit eine erstaunliche Besserung des Beschwerdebildes erreicht werden und entzündungshemmende Medikamente mit ihren Nebenwirkungen reduziert oder abgesetzt werden.

Die gelbe Powerwurzel stärkt auch das Immunsystem und eignet sich vor allem in der kalten Jahreszeit aufgrund seiner antiviralen und antibakteriellen Wirkung zur Vorbeugung und Therapie von Erkältungskrankheiten. Auch wer unter Diabetes, Bluthochdruck, dem Metabolischen Syndrom oder an Nervenschwäche leidet, kann auf die Wunderknolle setzen.

Ist Kurkuma gut für die Leber

Ja, es verbessert auch die Leberfunktion. Das enthaltene Curcumin schützt die Leber vor schädlichen Giften und soll sogar Leberschäden beseitigen können.

Die Kurkumawirkung ist sowohl entzündungshemmend als auch krampflösend. Kurkuma setzt sowohl eine erhöhte Produktion von Gallensaft in Gang, als auch den Gallenfluss. Durch den höheren Gallenfluss kann Fett wieder besser verdaut werden. Diese Eigenschaften können zur Besserung von bestehenden Leber- und Gallenerkrankungen beitragen.

Wie schmeckt Kurkuma am besten?

Im Gegensatz zum scharf schmeckenden Ingwer, weist Kurkuma sparsam dosiert, einen milderen würzigen Geschmack auf.

Am besten schmeckt es, wenn man es etwas in heißem Öl anwärmt. Diese Vorgangsweise verbessert auch die Bioverfügbarkeit und Wirkung des Curcumins. Zusammen mit schwarzem Pfeffer (Piperin) wirkt Kurkuma synergetisch. Kurkuma sollte nur sparsam verwendet werden, in größeren Dosen schmeckt es leicht bitter.

Beliebt ist es zum Würzen asiatischer Speisen, Fleisch und Fisch, aber auch für vegetarische Gerichte, Reis, Rührei oder als Beigabe in einem grünen Smoothie.

Wenig geprüft, wenig Wissen – Dies solltest du berücksichtigen

Kurkuma-Produkte sind Nahrungsergänzungsmittel, sie werden also bei weitem nicht so streng auf Wirkung und Nebenwirkungen kontrolliert wie Arzneimittel.

Die Verbraucherzentrale warnt: Da derzeit so wenig über Wirkungen und Nebenwirkungen von Kurkuma-Produkten bekannt ist, sollten Schwangere, Stillende und Menschen mit Gallensteinen keine Nahrungsergänzungsmittel mit Kurkuma oder Curcumin zu sich nehmen.

Kurkuma als Bestandteil einer Gewürz- oder Currymischung kann dagegen ohne Bedenken verzehrt werden.

Rezept

Veganes und bekömmliches Kurkuma-Aioli ohne anschließende Knoblauchfahne

Diese vegane Kurkuma-Aioli ist eine Knoblauchmayonnaise mit Kurkuma auf Basis von Pflanzenmilch. Wie du Kurkuma-Aioli selbst herstellen und den dafür verwendeten Knoblauch bekömmlicher machen kannst, erfährst du in diesem Beitrag.

Kurkuma-Aioli selber machen

Für etwa 4 Portionen veganes und bekömmliches Kurkuma-Aioli ohne nachfolgende Knoblauchfahne werden folgende Zutaten benötigt:

  • 50 ml Sojamilch
  • 5 ml Limettensaft
  • 100 ml Sonnenblumen- oder Rapsöl
  • 5 g Senf
  • Salz
  • Schwarzer Pfeffer
  • 1-2 Knoblauchzehen

So stellst du das Kurkuma-Aioli her:

  1. Sojamilch, Senf und den Limettensaft in ein ausreireichend hohes Gefäß geben.
  2. Pflanzenöl hinzu geben und alles kräftig pürieren, bis eine cremige Konsistenz entsteht.
  3. Würze die entstandene Mayonnaise mit Salz und schwarzem Pfeffer.
  4. Knoblauchzehen schälen, das Herzstück bzw. den Keim entfernen und kurz blanchieren.
  5. Knoblauchzehen zur Mayo geben und alles nochmal gut pürieren.

Nun kannst Du das fertige Aioli direkt genießen oder für eine spätere Verwendung in ein Glas füllen.

Tipp: Durch entfernen des Herzstücks der Knoblauchzehe, wird Knoblauch bekömmlicher und der typischen Knoblauchfahne vorgebeugt. Durch sanftes blanchieren wird der Knoblauch zart und die typische Schärfe verringert.

Hinweis: Für intensiveren Knoblauchgeschmack entweder die Anzahl der Knoblauchzehen erhöhen und/oder ein Pflanzenöl verwenden in dem Knoblauch eingelegt war.

Hier findest du alle Informationen auch zum Download.

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